22.03. Weltwassertag 2021 „Valuing Water“ – Der Wert des Grundwassers

Die Vereinten Nationen rufen zum Weltwassertag am 22. März das Motto „Valuing Water“ aus. Doch die Wertschätzung von Wasser setzt das Verständnis voraus, dass es sich bei den verfügbaren Trinkwassermengen um eine kostbare Ressource handelt.
Quelle: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) | Melanie Neugar 2021

Wer an unserer Onlineveranstaltung am 09.02.21 teil genommen hat, konnte schon mal einen Einblick in das Thema Wasser und Wassermanagement bekommen. Insbesondere in die Tatsache, dass wir in Deutschland noch ziemlich priviligiert sind, was das Thema angeht. Allerdings ist nicht alles „klar, was fliesst“, um es mal allgemeinverständlich auszudrücken. Noch leben wir im Luxus, denn unser Wasser kommt ja aus dem Wasserhahn und dies stetig – ohne darüber nachzudenken, nutzen (oder verschwenden) wir es für allerlei Selbstverständlichkeiten, die Toilettenspülung z.B. ist nur ein Punkt in der Liste.
Wasser an sich ist ja reichlich vorhanden auf diesem Planeten, leider ist der kleinste Teil davon aber Trinkwasser und das ist auch noch ungleich auf der Welt verteilt. Übrigends sind die größten Trinkwasservorkommen auf unseren Polkappen zu finden, die durch den voranschreitenden Klimawandel langsam (nein, mittlerweile rasend schnell) und unweigerlich verloren gehen, da sie mit dem Salzwasser der Ozeane verschmelzen.

Die Ringsuhle an der Kreuzung Ketscher und Reilinger Weg im Hardtwald ist trockengefallen. Ein schwerer Verlust nicht nur für die Amphibien. Bild: Heidenreich

Wer aufmerksam die Presse verfolgt, stellt fest, dass das Thema Wasser auch in Hockenheim eine deutliche Rolle spielt. Ein Beispiel: Unser Stadtwaldt stirbt und wir können es nicht verhindern. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der anhaltenden Trockenperioden sinkt der Grundwasserspiegel. Die natürlichen Niederschläge werden immer weniger und extremer, die Wärme und die Vegetationszyklen immer länger, dadurch werden die Bäume immens geschwächt und sind dann leichte Beute für natürliche Schädlinge. Durch die Schädigung wird der Wald immer lichter und anfälliger, eine Abwärtsspirale, die mit dem Niedergang des gesamten Hardtwaldes einhergeht. Die natürlichen Wasseressorcen im Klimawandel reichen einfach nicht mehr aus, um den Wald in dieser Form zu erhalten.

Es ist an der Zeit sich Gedanken zu machen, wie wir als Gesellschaft mit dem Rohstoff Wasser umgehen. Jede(r) einzele sollte sich dies fragen und überlegen, wie sie/er dazu beitragen kann, Wasser sinnvoll zu nutzen und nicht zu verschwenden. Der Wasserverbrauch in Hockenheim ist, um nur ein Beispiel zu nennen, mit 155 l pro Kopf und Tag gegenüber dem Durchschnitt von 119 l in Baden-Württemberg deutlich höher. Auch wenn es keiner gerne hören möchte, die Lebensweise von uns allen und damit aller einzelnen ist für diese Situation mit verantwortlich und es nützt auch nichts, dies zu leugnen oder auf andere zu zeigen.
Denn eins ist sicher, wenn wir nichts ändern, dann werden wir die Folgen schmerzlich spüren – der Stadtwald lässt grüßen!

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