Klimaneutrale Kommune

Letzte Bearbeitung: 30.12.2020

Ziel: Realisierung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen in der Kommune

Für was setzen wir uns ein.

  • Zielvorgabe einer vollständigen Deckung des Strom- und Wärmeenergiebedarfs der privaten Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen über regenerative Energiequellen, bis 2030.
  • Erweiterung der Nachhaltigkeitssatzung um den Punkt Klimaschutz.
  • Entwicklung eines kommunalen Klimaschutz- und Klima-Anpassungskonzepts. Erhebung Ist-Zustand und Erarbeitung geeigneter Kennzahlen. Regelmäßige Klima-Bericherstattung. Hier gibt es ein Bilanzierungstool.
  • Verpflichtende Anwendung der Klimaschutzziele bei allen Maßnahmen (z.B. Muster Vorlage Kommunaler Nachhaltigkeits-Check des Landes).
  • Zügige Umsetzung der Maßnahmen des aktuellen Klimaschutzgesetzes BaWü mit den fortgeschriebenen Zielen des Landkreises Rhein-Neckar, insbesondere:
    • Vorbildfunktion der öffentlichen Hand (KSG BW §7),
    • Erfassung des Energieverbrauchs in der Gemeinde (KSG BW §7b),
    • Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung (KSG BW §7c,d,e), hierzu Leitfaden des Landes.
    • Aufstellung eines Klimamobilitätsplans (KSG BW §7f),
    • Klimaschutzvereinbarungen mit Unternehmen (KSG BW §7g),
    • Unterstützung der Umsetzung der Photovoltaikpflichten bei Neubauten, Dachsanierungen und größeren Parkplützen (KSG BW §8a,b). Siehe zu den Bestimmungen im Einzelnen Landesrecht BW.
  • Verpflichtung der Kommune zu nachhaltiger Beschaffung (siehe Portal der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung sowie Leitfäden zur nachhaltigen Beschaffung des Landes Baden-Württemberg).
  • Erarbeiten eines klimaneutralen Mobilitätskonzepts. ÖVPN-Anbindung Schwetzingen-Heidelberg und Taktverdichtung. Verkehrsberuhigung Karlsruher Straße.
  • Einführen des Bürgerengagements wie im Beispiel Konstanz, z.B. Klimabudget, und/oder Speyer, Runder Tisch, Bürgerworkshops. Prüfung der Einrichtung eines Klimabeirats, der beratend den Gemeinerat und die Verwaltung unterstützt.
  • Erhaltung des Stadtwaldes und Aufforstung, ggf. auf Ersatzfläche.

Anregungen für Maßnahmen gibt z.B. eine aktuelle Studie (2021) der Stadt Mannheim: Wege zur Klimaneutralität – und so macht es die Stadt Wuppertal, die bis 2035 klimaneutral sein will. Für Heidelberg gibt es einen Klimastadtplan, der zeigt, wie Klimaneutralität bis 2030 gelingen kann. Wie ein Quartierskonzept für Klimaneutralität und Wassermanagement umgesetzt wird, zeigt die Stadt Leipzig mit wissenschaftlicher Unterstützung im Forschungsprojekt Leipziger BlauGrün.In Baden-Württemberg zeigt die Stadt Esslingen vorbildlich, wie in der neuen Weststadt ein klimaneutrales Quartierskonzept umgesetzt werden kann.

Öffentliche Gebäude werden „klimafit“
Ziel: Realisierung von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden und Plätzen

mögliche Maßnahmen:

  • In Übereinstimmung mit dem aktualisierten Klimaschutzkonzept Rhein-Neckar-Kreis Zielvorgabe einer klimaneutralen Kommunalverwaltung. Beim UBA gibt es einen aktuellen Leitfaden dazu: Der Weg zur treibhausgasneutralen Verwaltung
  • Erstellung eines Energieprofils für alle städtischen Gebäude und Fahrzeuge
  • Erarbeitung von Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstosses
  • Umstellen des Energiebedarfs auf erneuerbare Energien in allen Bereichen
  • Schaffung einer Stabsstelle Klimaschutz
  • Aufbau eines umfassenden Beratungsangebots für private Haushalte und Unternehmen.
  • Regelmäßige und aktuelle Kommunikationsmaßnahmen zu Themen, Maßnahmen und Zielen.

Nachhaltiger Tourismus
Ziel: Ein nachhaltiges und klimaneutrales Angebot für Gäste gestalten

mögliche Maßnahmen:

  • Aufbau eines nachhaltigen Tourismus-Konzepts
    • CO2-neutrale-Erlebnisfahrten auf dem Ring und in der Region, Erlebnis autonomes Fahren auf dem Ring
    • Rad- und Fußerlebnispfade
  • Einbindung der örtlichen Gastronomie- und Übernachtungsanbieter
  • Reichhaltiges Angebot an regionalen Produkten
  • Öffentliche Trinkwasserspender aufbauen

Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement
Ziel: Vermeidung von Müll, schonender Umgang mit Ressourcen

mögliche Maßnahmen:

  • Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement und ein regionales, fair produziertes Angebot an Speisen auf Festen und Veranstaltungen aller Art
  • Bekenntnis zu Mehrwegkonzept: Bereitstellung von Spülmobil, Geschirr und Becher für Vereine und Veranstalter sowie privater Nutzer
  • Öffentliche Kommunikation klimafreundlicher Angebote

Akteure vor Ort

Das wurde schon erreicht

  • 2019 Stadtrat gibt mittel frei für private Initiative Mobilitätsstadt Hockenheim (msh)
  • 2019 erste FfF-Demo für Klimaschutz in Hockenheim
  • 2019 erster „Tag der Umwelt“ auf dem Zehntscheunenplatz
  • 2020 Klimaschutzkonzept soll im Rahmen des Gesamtstädtisches Entwicklungskonzept (GEK) beauftragt werden.
  • 2020 Aufbau des Info-Portals HÖP.info
  • 2020 Stelle eines Klimaschutzbeauftragten ist in Arbeit, Förderantrag gestellt.