Wassermanagement im Klimawandel

Online-Veranstaltung am 9.2. 2021 zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021

Der Klimawandel beeinflusst vieles, so auch unser Wasser, das Element, welches die Menschen am meisten brauchen. Denn das Grundwasser ist unsere wichtigste Trinkwasserquelle und der Grundwasserspiegel sinkt. Gleichzeitig verbrauchen wir mehr Wasser, weil es wärmer wird. Bahnt sich da ein Teufelskreis an? Wie geht unsere Gesellschaft damit um und welche Konfliktfelder und Lösungswege sind zu erwarten?

Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen wollten interessierte und aktive Bürger*innen wissen, wie Politiker mit dem Thema umgehen. Eingeladen waren die Kandidaten Dr. Andre Baumann, Bündnis 90/Die Grünen − Andreas Sturm, CDU – Daniel Born, SPD − Holger Höfs, FDP zu einer Online-Diskussion am 9.2. 2021. Veranstalter waren die Klimaschutzgruppe der Lokalen Agenda Hockenheim, der BUND Ortsverband Hockenheimer Rheinebene und BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald sowie der NABU Hockenheim und der NABU Schwetzingen

Die Veranstalter waren zunächst positiv über die Resonanz überrascht, die weit über den Rhein-Neckar-Kreis hinausreichte. Mit über 70 Teilnehmer*innen, unter ihnen Landwirte, Behördenvertreter und Bürgerinitiativen, war die Veranstaltung sehr gut besucht.

DEr Referent Dr. Hans Jürgen Hahn

Zu Beginn referierte Dr. Hans Jürgen Hahn von der Universität Landau zum Thema „Wassermanagement im Klimawandel“. Er verstand es sehr eindrucksvoll, die die Folgen der Klimaerwärmung in der Rheinebene für den Wasserhaushalt zu veranschaulichen. Die langanhaltende Trockenheit, längere Vegetationszeiten, Wetterextreme, Niedergang unserer Wälder und intensive Nutzung von Grundwasser durch Kommunen, Landwirtschaft, Industrie und Verbraucher führen dazu, dass das Grundwasser sowohl quantitativ wie qualitativ in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine Bestandsaufnahme und in der Folge ein Wassermanagement, das Nutzungen regelt, werden – so Hahn – notwendig sein, auch um Nutzungskonflikte zu vermeiden. Wichtig, so betonte Hahn, sei hier die Bereitschaft aller Beteiligten, miteinander zu sprechen und an Lösungen gemeinsam zu arbeiten. Letztlich ist das Wasser ein Thema, das uns alle betrifft.

Diesem Themenkomplex stellten sich im Anschluss dann auch die Landtagskandidaten in einer Diskussion, die von Eileen Riedel moderiert und von Dr. Sybille Heidenreich unterstützt wurde, die Fragen aus dem Publikum einbrachte. Jeder Landtagskandidat hatte max. 3 Minuten Zeit für die Beantwortung der Fragen. Kandidaten zeigten sich gut vorbereitet und stellten ihre Positionen entsprechend vor. Dabei ging es vor allem um die Förderung einer wasserverträglichen Landwirtschaft, um die Ausweitung von Versickerungsmöglichkeiten – Stichwort „Schwammstadt“ – und einen smarten Umgang mit dem Regenwasser, dem immer noch zu viele versiegelte Flächen entgegenstehen. In einem kurzen Schlussstatement hatten die Kandidaten Gelegenheit, ihre Position zur Klimapolitik auf den Punkt zu bringen.

So konnten sich die Teilnehmer*innen selbst ein Bild machen, inwieweit die Kandidaten kompetent mit diesem Zukunftsthema umgehen. Nicht alle Fragen aus dem Publikum konnten an diesem Abend beantwortet werden, sie werden nachträglich noch aufgearbeitet.

Der Beitrag zum Thema von Dr. Hahn ist online abrufbar, weitere Informationen zum Themenkomplex findet Ihr hier

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